Erkennung von Hochrisiko-ASN-Netzwerken: Unverzichtbar für Fraud-Prevention-Teams
Einführung
Autonome Systemnummern (ASNs) sind eindeutige Nummern, die autonomen Systemen zugeordnet sind und wichtige Routing-Informationen zur Steuerung des Datenverkehrs im Internet liefern. Unternehmen können mit ASN-Lookup-Tools Hochrisiko-ASNs identifizieren und so Betrug verhindern. Nach der Erkennung können sie verschiedene Maßnahmen zur Betrugsprävention umsetzen. Die in diesem Leitfaden vorgestellten Tools helfen dabei, Hochrisiko-Netzwerke zu erkennen.
Was ist eine autonome Systemnummer (ASN)?
Eine Autonome Systemnummer (ASN) ist eine eindeutige Nummer, die von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) autonomen Systemen zugewiesen wird. Diese unabhängigen Netzwerke nutzen ASNs, um Routing-Informationen innerhalb ihres Netzwerks zu steuern und mit anderen Internet-Anbietern auszutauschen.
Welche Organisationen nutzen ASNs?
1. Internetdienstanbieter
Besonders häufig verwenden Internetdienstanbieter (ISPs) ASNs, zum Beispiel Comcast, Virgin Media, Vodafone oder Telefónica. Jeder ISP erhält von einer Regional Internet Registry (RIR) einen Block einzigartiger IP-Adressen, die dann an einzelne Nutzer vergeben werden.
2. Hosting-Anbieter
Webhosting-Anbieter verteilen ebenfalls IP-Adressen an ihre Kunden und benötigen daher große IP-Adressbereiche. Wenn ein Kunde einen Server mit einer öffentlichen IP startet, wird ihm eine Adresse aus diesem größeren Bereich zugewiesen.
3. Weitere Organisationen
Auch Organisationen, die große IP-Adressblöcke benötigen, verwenden ASNs. Dazu zählen unter anderem Netflix, Apple, Microsoft sowie kleinere Organisationen.
Bedeutung der ASNs
ASNs sind für folgende Zwecke wichtig:
1. Sicherheit
ASNs erhöhen die Sicherheit von Unternehmen, indem sie Betrug durch IP-Diebstahl verhindern, Angriffe auf Netzwerke und Daten erschweren und ungewöhnlichen Datenverkehr aufdecken helfen.
2. Erkennung illegaler Zugriffe
Ein wichtiger Informationswert von ASNs ist der Standort von Nutzern. Gemeinsam mit Geolokalisierungsdaten ermöglichen sie es Internetprovidern oder Unternehmen zu erkennen, wer eine Webseite besucht.
3. Erkennung bösartiger IP-Adressen
Über ASN-Daten können Unternehmen IPs mit hoher Anzahl an Anmeldeversuchen identifizieren. Zudem sind IPs, die zu ASNs mit bekannter schädlicher Historie gehören, als hochriskant einzustufen.
4. Routing-Kontrolle
Routing-Kontrolle reguliert den Datenfluss zwischen autonomen Systemen, um den effizienten und sicheren Austausch von Routing-Informationen sicherzustellen. Mithilfe von ASNs können Unternehmen das Routing im eigenen Netzwerk steuern und Informationen mit anderen Netzwerken austauschen.
ASN-Lookup-Tools
Es gibt verschiedene Werkzeuge zur ASN-Abfrage, darunter:
Greip ASN Lookup
Greip nutzt moderne Technologien, um IPs von AS-Nummern zu erkennen und zu verfolgen. So erhalten Unternehmen umfangreiche Informationen zur Netzwerkinfrastruktur jedes AS. Mit dem Greip ASN Lookup können Netzwerkaktivitäten überwacht, verdächtiges Verhalten erkannt und schädlicher Traffic geblockt werden.
Whois ASN Lookup
Whois Lookup ist ein Tool, das schnell den Internetanbieter, Hosting-Anbieter und Kontaktdaten zu einer IP-Adresse liefert. Es fragt die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) ab, um die zuständige Regional Internet Registry (RIR) zu ermitteln.
Cymru
Cymru ist ein kostenloses und einfach zu nutzendes Tool, das detaillierte Informationen zu autonomen Systemnummern (ASNs) bereitstellt, etwa ASN-Nummer, Name, Land und IP-Adressbereich.
PeeringDB
PeeringDB wird häufig von Netzwerkanbietern verwendet und hilft ASN-Besitzern dabei, geeignete Peering-Partner zu finden, um Datenverkehr auszutauschen.
Was ist ein Hochrisiko-ASN?
Ein Hochrisiko-ASN ist eine autonome Systemnummer, die aufgrund ihrer jüngsten Aktivitäten oder illegalen Muster wahrscheinlich für betrügerische Zwecke genutzt wird.
Wie erkennt man Hochrisiko-ASNs?
Wichtige Faktoren zur Identifikation hochriskanter ASNs sind:
1. ASN-Reputationswerte
Sicherheitswerkzeuge liefern oft Informationen zur Historie von IPs bestimmter ASNs. Hohe negative Bewertungen weisen auf ein hohes Risiko hin.
2. Anzahl schwarzer Listen-Einträge von IPs
IP-Adressen werden auf schwarze Listen gesetzt, wenn sie mit Spam oder anderen illegalen Aktivitäten verknüpft sind. Tools wie Greip ASN Lookup helfen, diese IPs zu erkennen und damit auch Hochrisiko-ASNs zu identifizieren.
3. Threat-Intelligence-Daten
Threat-Intelligence-Feeds informieren über mögliche Angriffe durch Betrüger. Damit können Unternehmen ihre Sicherheitssysteme immer aktuell und einsatzbereit halten.
4. Untersuchung von IP-Adressen
Bei verdächtigen IP-Adressen ist es wichtig, das zugehörige ASN zu prüfen, um dessen Reputation und Betrugsfreiheit zu beurteilen.
5. Bekannte Angreifer
Eine Liste mit schwarzen IP-Adressen und ihren ASNs kann die Erkennung von Hochrisiko-Netzwerken deutlich beschleunigen.
Fazit
ASN-Nummern sind für Kunden und Unternehmen essenziell, da sie die Sicherheit erhöhen und den guten Ruf von Unternehmen schützen. Für eine effektive Betrugsprävention müssen Unternehmen IP-Adressen erkennen und markieren, die mit bösartigen ASNs verbunden sind. Tools wie Greip ASN Lookup leisten hierzu wertvolle Dienste.
FAQs
Was ist ASN-Reputation?
Die ASN-Reputation informiert über die Vertrauenswürdigkeit der IPs, die mit einer bestimmten ASN verbunden sind. Sie basiert oft auf der Anzahl der auf schwarzen Listen geführten IPs.
Wer vergibt ASN-Nummern?
ASN-Nummern werden von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) an Regional Internet Registries (RIRs) vergeben, die sie wiederum nach ihren Richtlinien an Netzbetreiber zuweisen.
Quellen
Was ist ein autonomes System? | Was sind ASNs?
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